Gebühren - Was guter Rat kostet

Guter Rat ist nicht umsonst, Qualität hat ihren Preis, dafür lohnt es sich aber. Wenn man durch anwaltlichen Rat einen aussichtslosen Prozess vermeiden kann, so liegt der Vorteil auf der Hand. Gewinnt man einen Prozess mit anwaltlicher Hilfe, so wird die gegnerische Partei in der Regel zur Kostenerstattung im Rahmen der gesetzlichen Gebühren verpflichtet; und wer rechtsschutzversichert ist, dessen Kosten werden je nach Versicherungsbedingungen ganz oder teilweise von der Versicherung übernommen. Auch wer einen wichtigen Vertrag schließen will sollte den Rat eines Rechtsanwalts einholen. Dies spart meistens Kosten und Ärger und gibt die Sicherheit eines ausgewogenen Ergebnisses.

Rechtsberatung ist kein Discount-Produkt, daher ist auch Vorsicht geboten, wenn eine anwaltliche Beratung für geringe Gebühren angeboten wird. Lockvogelangebote zu pauschalen Gebühren von 29,00 € oder 49,00 € sind verlockend. Man muss sich aber im Klaren sein, dass solche Gebühren schlichtweg nicht kostendeckend sind. Die böse Überraschung kommt meist hinterher, wenn Sie in einen unnötigen Prozess gedrängt werden oder versteckte Gebühren lauern und am Ende mehr bezahlt wird als notwendig. Kostenlose Hotlines sind meist gar nicht mit echten Anwälten besetzt und sind zudem nur in einfachsten Fällen überhaupt sinnvoll, was auf 98% aller Fälle aber gerade nicht zutrifft.

Wir bieten eine qualitativ hochwertige Leistung, die eine Ausbildung von durchschnittlich 7 Jahren erfordert. Daneben stehen modernste Datenbanken, effiziente Technik und aktuelle Literatur zur Verfügung. All dies hat allerdings seinen angemessenen Preis.

Wir bieten Ihnen mehrere Gebührenvarianten an, eine Pauschale, ein Stundenhonorar oder die Abrechnung nach Gegenstandswert, wobei letzteres die Regel ist. Bevor Sie ein Mandat erteilen klären wir Sie über die entstehenden Gebühren grundsätzlich auf, soweit dies absehbar ist. Da die Gebühren auch davon abhängen, welchen Weg das Mandat geht, also ob ein Angelegenheit nur als Beratung oder außergerichtliches Mandat geführt wird oder aber als gerichtliches Verfahren über mehrere Instanzen kann der letztlich Kostenaufwand nicht genau beziffert werden. Bereits bei einem Streitwert von 2.500,00 € fallen Gebühren für den Rechtsanwalt von bestenfalls ca. 330,00 € (nur außergerichtlich bei einfachen gesetzlichen Gebühren) bis schlimmstenfalls 1.800 € (inkl. allem über 2 Instanzen) an.

Rechtsschutzversicherung

Wir empfehlen jedem Mandanten den Abschluss einer umfassenden Rechtsschutzversicherung. Es bietet sich in jedem Fall eine Privatrechtsschutz ohne Selbstbeteiligung an. Wer einen PKW hat, sollte auch eine Verkehrsrechttschutz abschließen, als Arbeitnehmer oder auch Arbeitgeber eine Berufsrechtsschutz. Als Mieter oder Vermieter bietet sich entsprechend eine Mieterrechtsschutz bzw. eine Versicherung für Immobilienbesitzer an. Wir teilen Ihnen auch gerne unsere Erfahrungen mit den einzelnen Versicherern mit.

Wir werden zudem von der ARAG-Rechtsschutzversicherung empfohlen.

Beratungshilfe

Wenn Sie sich die anwaltliche Beratung finanziell nicht leisten können, müssen Sie nicht auf die Durchsetzung Ihrer Rechte verzichten. Dafür sorgen die Beratungshilfe sowie die Prozesskostenhilfe.

Bei geringem Einkommen besteht die Möglichkeit, sich auf Kosten der Landeskasse außergerichtlich beraten zu lassen. Hierzu muss ein Beratungshilfeschein beim zuständigen Gericht (in der Regel das Amtsgericht, in dessen Gerichtsbezirk der Wohnsitz liegt) beantragt werden. Das Formular steht auf unserer Homepage zum Download zur Verfügung. Das Gericht prüft dann, ob eine außergerichtliche Beratung durch einen Rechtsanwalt notwendig ist und ob Sie die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel nach Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht aufbringen können.

Mit dem Beratungshilfeschein können Sie sich außergerichtlich beraten und gegebenenfalls vertreten lassen. Es fällt für Sie nur eine Schutzgebühr von 15,00 € an.

Prozesskostenhilfe

Ist jemand nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht in der Lage, die Kosten eines Prozesses zu tragen und bietet die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichend Aussicht auf Erfolg, so kann ihm das Gericht auf Antrag Prozesskostenhilfe gewähren. Dies bedeutet, dass man von der Zahlung der Gerichtskosten, der Kosten des eigenen Anwalts und den Auslagen für Zeugen und Sachverständige befreit ist. Diese übernimmt dann die Landeskasse. Soweit Ihre Einkommensverhältnisse es zulassen, kann das Gericht anordnen, dass die Kosten von Ihnen in monatlichen Raten (so genannte Prozesskostenhilfe mit Ratenzahlung) an die Landeskasse zurückzuzahlen sind.

Das Gericht kann jedoch vier Jahre lang nach der rechtskräftigen Entscheidung überprüfen, ob eine Änderung Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse eingetreten ist und die verauslagten Kosten von Ihnen erstattet verlangen. Darüber hinaus werden die Kosten der Gegenseite aber nicht getragen.

 
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